Theodor-Heuss-Platz: „Journalist“ Peiseler will Bergischen Löwen köpfen

Steinerner Löwe am Remscheider Rathausplatz

© Frank Vincentz (commons.wikimedia.org / CC BY-SA 3.0)



Nach jetzigem Stand soll der steinerne Löwe auf dem Theodor-Heuss-Platz nur eine Tafel verpasst bekommen, die die historischen Hintergründe des Monuments erklärt. (Anklicken zum Vergrößern des Bildes!)

Wie ein zutiefst ideologisches Pamphlet aussieht, zeigt in der „Bergischen Morgenpost“ (Teil der „Rheinischen Post“) der „Journalist“ Christian Peiseler mit seinem Kommentar „Keiner braucht den braunen Löwen“, in dem er einerseits über vermeintlich „geschichtsvergessene Zeitgenossen“ herzieht und andererseits implizit Bomben-Terror gegen die Zivilbevölkerung das Wort redet sowie eine Köpfung des Löwen-Monuments vom Rathausplatz anregt. Gleich zu Beginn seines Hass-Beitrags regt sich Peiseler darüber auf, dass die britische Luftwaffe bei ihrem großen Angriff auf Remscheid vom 30. auf den 31. Juli 1943 die Innenstadt in Schutt und Asche legte, aber das Löwen-Monument verschont blieb. O-Ton Peiseler: „Es ist bedauerlich“.

Peiseler sieht im Löwen-Monument einen Ausfluss von NS-Gigantomanie à la „Reichshauptstadt Germania“. Die in der Nachkriegszeit erfolgte Entfernung der Widmung „Dem Schöpfer des Großdeutschen Reiches in Dankbarkeit“ geht ihm nicht weit genug. „Vorschläge“ aus der Gedankenwelt eines Peiseler klingen so: „Den Löwen zerlegen, den Kopf abschneiden“. Im westlichen Kontext gilt der Löwe als Sinnbild für Kraft, Mut, Stärke, Ausdauer, Zuneigung zur eigenen Familie und Kampfeslust gegenüber Eindringlingen. Freilich sind dies Tugenden, die sich nicht mit den hehren Idealen politischer Korrektheit, wie sie in Kreisen von Altparteien und „Qualitätsmedien“ angepriesen wird, vertragen.

Andre Hüsgen

PRO-Remscheid-Ratsgruppensprecher

„Soll etwa der Löwenanteil der ältesten Autobahnen unseres Landes abgerissen werden, weil sie in der NS-Diktatur gebaut wurden? Sollen die historisch wertvollen Gebäude entlang der einstigen ‚Stalinallee‘ in Berlin-Friedrichshain abgerissen werden, weil sie im Zeichen einer der schrecklichsten Schlächter der Menschheitsgeschichte entstanden?“, so der PRO-Remscheid-Ratsgruppensprecher Andre Hüsgen.

„Der springende Punkt ist, dass unsere Bürgerschaft den steinernen Löwen längst nicht mehr als ein Relikt des NS-Regimes betrachtet. Sicherlich würde der ‚Schöpfer des Großdeutschen Reiches‘ im Grabe rotieren, wenn er wüsste, was heute für Veranstaltungen wie beispielsweise Rock- und Pop-Konzerte im Schatten des Löwen stattfinden. Und wir Patrioten denken, dass der heutige Zustand gut ist, wie er ist. Auf uns von PRO Remscheid wirkt das, was in letzter Zeit insbesondere die SED-Fortsetzungspartei ‚Die Linke‘ wie auch Bündnis 90/Die Grünen abzogen wie der Versuch einer Re-Nazifierung des Löwen um jeden Preis.

Übrigens gibt es zwischen den International-Sozialisten von ‚Die Linke‘ und Christian Peiseler neben dem heftigen Geifern gegen das Monument eine weitere Gemeinsamkeit. Beide verwenden alten ‚DDR‘-Jargon, indem nationalistisch-totalitäre Diktaturen und Gruppierungen immerzu unter ‚Faschismus‘ zusammengefasst werden. Allerdings verdeutlicht im deutschen Fall der Begriff ‚Nationalsozialismus‘ sehr anschaulich, wie zwischen Ostsee und Erzgebirge die braun-sozialistische durch eine rot-sozialistische Diktatur abgelöst wurde. Betonkopf-Ideologen wie der ‚Die Linke‘ -Ratsfraktionschef Fritz Beinersdorf wollen mit solch unbequemen Fakten lieber nicht konfrontiert werden. Wer aber in unserer Stadt antitotalitären Konsens vereint mit Vernunft und Augenmaß haben will, der kann am 13. September 2020 logischerweise nur eines machen: Alle Wahlstimmen an PRO Remscheid geben!“