Pseudo-Alternative CDU: Verzweifelte Rufe nach „Kurskorrektur“ infolge von Wahl-Desastern

Andre Hüsgen

PRO-Remscheid-Vorsitzender und -Ratsherr. (Anklicken zum Vergrößern des Bildes!)

Vom „Remscheider General-Anzeiger“ (RGA) ist man es gewohnt: Können patriotische Formationen jenseits der „Brandmauer“ mit Wahlerfolgen glänzen, so preist das Lokalblatt mit Regelmäßigkeit die Unionsparteien oder auch die FDP als vermeintliche Alternativen innerhalb der „demokratischen Parteien“ an. Dies verhielt sich auch nach dem AfD-Sieg bei der Landtagswahl Sachsen-Anhalt nicht anders. Am späten Nachmittag des 7. September titelte daher der RGA „‚Wir erwarten eine Kurskorrektor‘: So reagieren Remscheider CDU-Politiker auf das Wahldebakel“ auf seiner Internet-Präsenz.

Im Beitrag lamentieren der CDU-Kreisvorsitzende Mathias Heidtmann und der CDU-Ratsfraktionsvorsitzende Markus Kötter darüber, als Remscheider Christdemokraten immer wieder für die politischen Unzulänglichkeiten ihrer Bundespartei in Mithaftung genommen zu werden. Die katastrophale Bilanz ihres Parteigenossen und zugleich Bundeskanzlers Friedrich Merz färbt auch auf Landtags- und Kommunalwahlen ab. Kötter konstatiert, dass „wir [die CDU] gerade Teile der leistungsbereiten Mitte nicht mehr erreichen.“

„Da sich einmal mehr Markus Kötter als ein konservativer Kraftmeier inszenieren will, erinnere ich den Herrn Ratskollegen daran, dass er noch im Juli letzten Jahres polterte, der CDU-Abgrenzungsbeschluss zur SED-Fortsetzungspartei ‚Die Linke‘ gelte für ihn nicht, kommentiert der PRO-Remscheid-Ratsgruppensprecher Andre Hüsgen.

Markus Kötter (CDU)

© Ausschnitt der digitalen Ablichtung eines YouTube-Videos



„Brandmauerer“, der sich selbst als konservativer Kraftmeier inszeniert: Markus Kötter (CDU).

„Auch Kötters Fabulieren darüber, dass PRO Remscheid nur das Thema ungezügelter Masseneinwanderung nach Deutschland hätte, gehört in dieselbe Kategorie wohlfeiler Heißluft-Produktion. Hätte Kötter sich auch nur ansatzweise mit inhaltlichen Stellungnahmen von uns auseinandergesetzt, so wäre ihm sofort aufgefallen, dass wir beispielsweise die Appelle des regionalen Präsidenten der Industrie- und Handelskammer, Henner Pasch, sehr ernst nehmen. Pasch fordert schnellen Bürokratie-Abbau, niedrigere Energiepreise und ausschließlich qualifizierte Einwanderung in die Bundesrepublik. Als PRO Remscheid ergänzten wir mit der Forderung nach einer Schulausbildung, die gezielt auf Tätigkeiten in der freien Wirtschaft vorbereitet.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Unionsparteien gern rechts blinken, aber stets linksgrün abbiegen. Von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und ‚Die Linke‘ lassen sich CDU und CSU bis hin zur völligen Würdelosigkeit vorführen. Bei der anstehenden Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern am 20. September könnte das zur Folge haben, dass die CDU erstmalig nicht in einem bundesrepublikanischen Parlament vertreten sein wird, da die Umfragen sie gefährlich nah an der Fünf-Prozent-Hürde sehen. Der beispiellose Niedergang der Unionsparteien ist hausgemacht und vollkommen verdient. Nur derjenige, der konsequent patriotisch wählt, votiert tatsächlich zum Wohle unseres Landes!“