Auf der Theodor-Körner-Straße ereignete sich am 23. März eine schockierende Attacke auf einen Ordnungsdienst-Beschäftigten: Dieser wollte einem Fahrzeughalter im absoluten Haltverbot einen Strafzettel verpassen. Offenkundig über alle Maßen erbost gab der Fahrer Vollgas, hob den Mann von der Stadt auf seine Motorhaube und ließ anschließend das Opfer schwerverletzt zurück. In der 16. Kalenderwoche dieses Jahres klickten schließlich beim rasenden Gewaltverbrecher die Handschellen.
Zum Glück sind Angriffe auf Leib und Leben von Ordnungsdienst-Beschäftigten in Remscheid selten. Trotzdem will der Kommunale Ordnungsdienst neben bereits vorhandenen Schutzmaßnahmen für seine Beamten und Angestellten diese künftig auch mit Reizstoff-Abschussgeräten direkt am Gürtel der Uniform ausstatten. Hierbei handelt es sich um Pistolen, mit denen Chili-Extrakt verschossen wird. Auf eine Distanz von bis zu sieben Metern haben die Geräte eine hohe Zielgenauigkeit und können einen Angreifer bis zu einer Stunde außer Gefecht setzen.
© Ofelia Z (commons.wikimedia.org / Lizenz CC0 1.0)
Pfefferpistolen wie diese sollen bald beim Kommunalen Ordnungsdienst der Stadt Remscheid zum Einsatz kommen.
„Gemeinsam mit der Deutschen Polizeigewerkschaft halten wir es für ratsam, in der Bundesrepublik auch Gummigeschosse für Einsatzkräfte wie auch Außendienst-Beschäftigte kommunaler Ordnungsämter zu legalisieren“, äußert der PRO-Remscheid-Ratsgruppensprecher Andre Hüsgen.
„Immer mehr antisozial gestörte Personen in der hiesigen Gesellschaft missachten die Mindeststandards eines angemessenen Verhaltens in der Öffentlichkeit. Es kann nicht angehen, dass Ordnungsdienst-Beschäftigte, Polizisten, Feuerwehr-Männer und Rettungssanitäter zum Freiwild für Gewaltstraftäter werden. Staat und Kommune sind absolut verpflichtet, ihre Beamten und Angestellten effektiv vor derartigen Irren zu schützen! Die Tatsache einer immer weiter verrohenden Gesellschaft ist traurig, jedoch müssen hieraus nolens volens die angemessenen Konsequenzen gezogen werden.“

