SPD-Realsatire: Wenn Abitur-Frischlinge Arbeiterführer spielen

Andre Hüsgen

PRO-Remscheid-Ratsgruppensprecher. (Anklicken zum Vergrößern des Bildes!)

Die neue Spitze des SPD-Unterbezirks Remscheid vermittelt vor allem eines: Abgesehen vom Feigenblatt Monika Meurer gehören ihr Co-Vorsitzender Yannick Nützmann und gleich alle drei stellvertretenden Vorsitzenden zu einer Juso-Truppe von Abitur-Frischlingen, die sich von noch nie wirklich im Arbeitsleben der freien Wirtschaft beweisen mussten. Eine Horde von Nachwuchs-Kevin-Kühnerts hat am 4. Juli bei den Sozialdemokraten in der „Seestadt auf dem Berge“ das Ruder übernommen. Ob so etwas auf gestandene Arbeiter, Angestellte und Selbstständige sonderlich attraktiv wirkt, darf zu Recht bezweifelt werden.

Man erinnert sich zurück: Der einstige SPD-Unterbezirksvorsitzende Jörg-Dieter Krause wurde am 18. April ohne Gegenkandidatur überraschend nicht wiedergewählt. Deshalb musste für einen Interimsvorsitz bei den Remscheider Sozialdemokraten das Duo Gerhilt Dietrich und Ralf Gassen einspringen. Zumindest muss Jörg-Dieter Krause positiv angerechnet werden, dass er über Jahrzehnte seinen kompletten Lebensunterhalt als Angestellter der freien Wirtschaft verdiente und er damit nicht Teil der Kreißsaal-Hörsaal-Plenarsaal-Kaste ist.

„Führende Kader der heutigen SPD können lediglich sagen, dass sie jemanden kennen, der einen echten Netto-Steuerzahler kennt“, formuliert der PRO-Remscheid-Ratsgruppensprecher Andre Hüsgen seine beißende Kritik an sozialdemokratischen Zuständen.

SPD in Scherben

Durch Künstliche Intelligenz generiertes Bild.



Wegen schrumpfender Volksnähe ist die SPD lokal wie auch bundesweit mit rapide sinkenden Zustimmungswerten konfrontiert.

„Mit Daniel Pilz wurde im Herbst letzten Jahres jemand zum Vorsitzenden der größten Fraktion im Stadtrat gemacht, der nicht einmal ein Lebensalter von 25 Jahren erreicht hat. Pilz‘ einzige ‚Qualifikation‘ scheint darin zu bestehen, früher einmal der lokale ‚Fridays for Future‘-Sprecher gewesen zu sein. Und neben Pilz wurden inflationär viele Juso-Milchbubis auf SPD-Fahrkarte in den Rat gespült. Es wirkt einfach nur bizarr, wie sich die hiesigen Sozialdemokraten mit dem System Brechstange selbst eine Frischzellenkur verpassen wollen. Jeder mündige Wähler entlarvt solche durchsichtigen Taschenspielertricks sofort.

Wenn es unter Hunderten Jugendlichen einen ganz besonders Begabten gibt, kann man diesem bereits in sehr jungen Jahren zu einem Sitz im Stadtrat oder gar auf parlamentarischer Ebene verhelfen. So etwas muss aber organisch wachsen und darf keinesfalls von oben herab der Basis verordnet werden. Berufsjugendlichkeit und wilder Aktionismus werden auch die SPD Remscheid nicht davor bewahren, in der Wählergunst verdientermaßen immer tiefer in den Keller zu rutschen!“